Ich wuchs mit einem Synthesizer und einem Tonbandgerät
in meinem vergitterten Kinderbett auf. 1987 zog ich von Lübeck-Travemünde
nach Berlin, gründete das Cassettenlabel Sepplhubers Stubenmusi
und lernte Menschen kennen, denen es ähnlich ging bzw. mit Gitarren
oder Schlaginstrumenten in vergitterten Kinderbetten aufgewachsen
sind. Man gründete die Walter Ulbricht Experience und
machte elektronischen Punkrock mit Kastratengesang. Es erschienen
einige Cassetten (z. B. »Fuck the Ölsardinen«),
diverse Auftritte folgten. Ende 1989 verließen mich sämtliche
Bandmitglieder, um sich der Vereinigungskriminalität zu widmen.
Ich benannte mich in 317wurst um, betourte Neufünfland
mit Tommi Stumpff und trat im Vorprogramm einiger M U T T E R-Konzerte
auf. Publikumsreaktionen: »Ratlos-verwirrt bis boshaft-besoffen«
(Max Goldt). Später durfte ich M U T T E R-Alben
(mit)produzieren, Konzerte mixen, (mit)komponieren, Keyboard spielen
und Knöpfchen drehen. Das mache ich heute noch; inzwischen auch
bei Superschiff. Irgendwann will ich nach Portugal auswandern,
aber nur, wenn die anderen mitkommen und es hier nichts mehr zu
tun gibt. Berlin im April 2005 ¶ P.S.: von 317wurst
gibt es hier ein paar mp3s b e i
m y s p a c e.





